Rent-a-Board

Um allen Studierenden der Elektro- und Informationstechnik einen einfachen Einstieg in die hardwarenahe Programmierung zu ermöglichen, verleiht der Lehrstuhl für Integrierte Systeme Entwicklungsboards und Experimentierkästen. Mit der bereitgestellten Hardware lassen sich erste Erfahrungen mit Hardware sammeln und eigene Projekte umsetzen. Voraussetzung ist lediglich die Immatrikulation im Studiengang Elektro- und Informationstechnik an der TUM.
Derzeit stehen acht verschiedene Boards und Experimentierkästen zur Ausleihe zur Verfügung, die sich an Studierende mit unterschiedlichen Vorkenntnissen richten.
Verfügbare Hardware
Arduino-basierte Experimentierkästen
- Tinkerkit — für Einsteiger ohne Vorkenntnisse. Arduino-kompatibles Board mit Steckbrett, Sensoren, Servo und Motoren sowie einer ausführlichen Anleitung mit elf aufeinander aufbauenden Schaltungen. Kein Löten erforderlich.
- Tinkerkit+ — für Einsteiger mit Vorkenntnissen. Arduino-kompatibles Board mit rund 40 Komponenten: Displays, 16er-Tastenfeld, Relais, Echtzeituhr, Schrittmotor mit Treiber, Servo, IR-Empfänger sowie Temperatur-, Feuchte-, Regen-, Farb- und Schallsensoren. Ohne Anleitung.
FPGA-Entwicklerboards
- Basys 3 — Artix-7-Board mit 16 Schaltern, 16 LEDs, Siebensegmentanzeige und VGA-Ausgang. Der übliche Einstieg in den digitalen Schaltungsentwurf; Programmierung über ein einzelnes USB-Kabel. Toolchain: Vivado.
- DE0-Nano — kompaktes Cyclone-IV-Board (Intel/Altera) mit integriertem USB-Blaster, 32 MB SDRAM, Beschleunigungssensor und zwei 40-poligen GPIO-Steckern. Geeignet für portable und eingebettete Aufbauten. Toolchain: Quartus.
- Nexys 4 DDR — größeres Artix-7-Board mit 128 MiB DDR2-Speicher, Ethernet, microSD sowie Beschleunigungs-, Temperatur- und Mikrofonsensorik an Bord. Geeignet für Soft-Core-Prozessoren und speicherintensive Projekte. Toolchain: Vivado.
- Mojo v3 — Spartan-6-Board mit ATmega32U4-Mikrocontroller, der die Konfiguration, die USB-Verbindung und acht Analogeingänge übernimmt. Hinweis: ältere Hardware, benötigt die Xilinx-ISE-Toolchain und nicht Vivado.
SoC-Boards (ARM-Prozessor und FPGA auf einem Chip)
- Zybo Z7 — Zynq-7010 mit Dual-Core-ARM-Cortex-A9 und FPGA-Logik, 1 GiB DDR3L, HDMI-Ein- und -Ausgang, Kameraanschluss (Pcam), Audio-Codec und Gigabit-Ethernet. Geeignet für Bildverarbeitung und Linux-Projekte. Toolchain: Vivado, Vitis, PetaLinux.
- PYNQ-Z1 — Zynq-7020 mit dem PYNQ-Framework: die FPGA-Logik wird über Python und Jupyter-Notebooks im Browser angesprochen, ohne dass zunächst eine Vivado-Installation nötig ist. Geeignet für erste Schritte mit hardwarebeschleunigtem Rechnen.