
Dr.-Ing. Michael Zwick
Technische Universität München
Lehrstuhl für Datenverarbeitung
Arcisstraße 21
80333 München
Tel.: +49 (0)89 289 23609
Fax.: +49 (0)89 289 23600
E-Mail: zwick@tum.de
Zimmer: Z945
Vorlesung "Computertechnik und Programmieren"
Die Vorlesung “Computertechnik und Programmieren” wird von Michael Zwick als “Greenscreen-Vorlesung” durchgeführt. Beim dem von ihm selbst entwickeltem Konzept wird der Dozent halbtransparent hinter den Vorlesungsunterlagen eingeblendet, so dass er von hinten auf die gerade besprochenen Objekte zeigen kann. Dadurch können die gerade besprochenen Objekte direkt in die Gestik des Dozenten integriert werden - und für die Studierenden vereinfacht sich damit die mentale Synchronisation von “Gehörtem” und “Gesehenem”. Umgesetzt wird dieses Konzept durch ein hinter dem Audimax aufgebautem Greenscreen-Raum. Der Dozent ist somit nicht im Hörsaal - die Studierenden können über Chat fragen stellen, die dann live vom Dozenten “über die Leinwand” beantwortet werden. Die Vorlesung wird live über verschiedene Kanäle wie z.B. Twitch gestreamt und über Youtube veröffentlicht. Youtube-Kanal der Vorlesung , Vorlesung “Computertechnik und Programmieren” im Image-Film des Studiengangs Elektro- und Informtaionstechnik.
Speicherzentrierte Hardwarearchitekturen (Projekt 6G Bayern)
Michael Zwick untersucht im Rahmen des vom bayerischen Staatsministerium geförderten Projekts 6G Zukunftslabor Bayern - Phase 2 Energie-effiziente Plattform-Technologien. In klassischen Computerarchitekturen wird ein Großteil der Energie nicht für die eigentlichen Berechnungen, sondern für den Datentransport zwischen Speicher und Prozessor aufgewendet. Einer Studie zufolge werden bei typischen Applikationen auf Mobilgeräten knapp 2/3 der Gesamtenergie allein durch den Transport der Daten im Rechensystem verbraucht. Bei speicherintensiven KI-Applikationen über 90%. Speicherzentrierte Hardwarearchitekturen haben das Potential, die von Rechensystemen benötigte Energie in hohem Maße zu reduzieren, indem sie Berechnungen direkt im Speicher ausführen. Im Rahmen seiner Arbeit im Projekt 6G Zukunftslabor Bayern entwickelt Michael Zwick Verfahren, mit denen die Energieeinsparung speicherintensiver Applikationen durch Verwendung speicherzentrierter Architekturen modelliert werden kann. Michael Zwick ist Principal Investigator und Sprecher des Teilprojekts 6 (Lehrstuhl für Datenverarbeitung, Lehrstuhl für Integrierte Systeme und Lehrstuhl für Theoretische Informationstechnik).
Studienbezogene Verstärkung der Exzellenzstrategie
Michael Zwick hat in der ersten Förderungrunde 2025/26 des Ideenwettbewerbs “Studienbezogene Verstärkung der Exzellenzstrategie” EUR 30.884 erhalten, um das von ihm entwickelte Konzept der Greenscreen-basierten Vorlesung weiter voranzutreiben. Dabei arbeitet er gerade an einem mobilen Greenscreen-System, das auf Rädern in den Hörsaal gefahren werden kann. Gleichzeitig wird in Versuchen mit Studierenden erforscht, ob sich die prognostizierten Vorteile für die Studierenden durch eine vereinfachte Synchronisation visuell und auditiv wahrgenommener Lerninhalte quantifizieren lassen.
Mikrocontroller-Programmierung
Mit dem WS 2024-25 hat Michael Zwick den neuen Teilbereich Mikrocontroller-Programmierung in das Programmierpraktikum integriert. Damit wird den Studierenden die Hardware-Software-Schnittstelle, welche die Veranstaltung “Computertechnik und Programmieren” bespricht, anschaulich vor Augen geführt. Die Studierenden lernen damit intuitiv, Bitwerte 0 und 1 mit konkreten Spannungspegeln zu verknüpfen. Durch die “Bare-Metal”-Programmierung bietet sich den Studierenden eine ganz neue Art der Programmierung: Ohne Betriebssytem werden auf C-Ebene direkt die Prozessor-Register manipuliert, um LEDs zum Blinken zu bringen, Drehgeber-Signale über Interrupts auszuwerten und PWM-Signale zur Ansteuerung von Servos zu erzeugen. Auch das Ansprechen eines LCD-Displays darf nicht fehlen: Basierend auf dem Display-Datenblatt entwickeln die Studierenden eigene Routinen, um mittels Port-basierter Kommunikation den Befehlssatz des Displays zu bedienen. Haben die Studierenden dann eine Methode zur Ausgabe eines einzelnen Zeichens auf dem Display entwickelt, werden darauf aufbauend Methoden zur Ausgabe von Zeichenketten, Integern und Festkommazahlen implementiert. Damit baut der neu eingeführte Teilbereich Mikrocontroller-Programmierung die Brücke zwischen “Computertechnik” und “Programmieren”.
Dozentenpreis der Fachschaft EI
Michael Zwick ist am Tag der Fakultät 2021 mit dem Dozentenpreis der Fachschaft Elektro- und Informationstechnik als bester Dozent im Jahr 2021 geehrt worden. Die Laudatorin Marie-Louise Heß aus der Jury der Fachschaft würdigte dabei insbesondere sein Engagement in der Vorlesung “Computertechnik und Programmieren”, in der er mit seiner Greenscreen-basierten Online-Vorlesung in der Corona-Pandemie die Lerninhalte für die Studierenden besonders anschaulich darstellen konnte. Webseite der Fachschaft
Entwicklung eines Korrektursytems für Massenprüfungen
Michael Zwick hat im Rahmen seiner Arbeit am Lehrstuhl für Datenverarbeitung ein Korrektur-System für Massen-Prüfungen entwickelt. Dazu wird aus einer im pdf-Format vorhandene Klausur-Angabe automatisiert individualisierte pdf-Dateien erzeugt, die dann für die Prüfung ausgedruckt werden. Die bearbeiteten Klausurbögen werden eingescannt und können dann in eine speziell entwickelte iPad-App geladen werden. Dort können Prüfungen aufgabenweise korrigiert werden, was die Korrektur deutlich beschleunigt. Entsprechend der ausgewählten Aufgaben wird in der App Musterlösung und Lösung des Studierenden gleichzeitig angezeigt. Die für jede Aufgabe vergebenen Punkte werden lokal auf dem iPad gespeichert und mit einem Server synchronisiert. Die in der App aufgebrachten Freihandnotizen werden zusammen mit den vergebenen Punkten und der eingescannt Prüfung zu einer pdf-Datei zusammengefasst, welche die Studierenden zur Prüfungseinsicht von einer Webseite herunterladen können.
Ernst Otto Fischer-Lehrpreis
Michael Zwick ist mit dem von ihm entworfenen Lehrkonzept InstantFeedback mit dem Ernst Otto Fischer-Lehrpreis 2011 ausgezeichnet worden. Das Lehrkonzept zielt insbesondere auf große Lehrveranstaltungen ab und ermöglicht es Studierenden, während der Vorlesung live und anonym über ihr Laptop/Mobiltelefon Kontakt zum Dozenten aufzunehmen, Fragen zu stellen und Rückmeldung zur Vorlesung zu geben.
Ein Aufgaben-Modus erlaubt die automatische Auswertung von Kurz-Aufgaben live während der Vorlesung. Ein integrierter Wettbewerbs-Modus hilft, die Studierenden zusätzlich zu aktivieren, indem sie mit Pseudo-Namen anonymisiert gegeneinander antreten und um Ranglistenplätze kämpfen können.
Mit dem Ernst Otto Fischer-Lehrpreis sind Sach- und Personalmittel in Höhe von € 10.000,-- verbunden.








